Eine neuseeländische Hebamme schlägt vor, für die Geburtswehen und -phasen Bezeichnungen zu benutzen, die mit der Frau und ihrer Wahrnehmung korrelieren statt mit einer „klinischen Diagnose“. Foto: © Kerstin Pukall
Wie funktionieren Wehen, wie das Gebären? Was ist normal? Was ist gesund für die Mutter und für das Kind? Wie fängt es an, wie nicht, wann hört es auf, macht es Pausen, wenn ja, wie lange? Was tut ein Uterus, wenn sich nichts tut? Warum gibt es Frühgeburten, warum Übertragungen? Viele offene Fragen und Stoff für weitere Forschung. Denn wir „überwachen“ und „managen“ ja die Geburt, untersuchen und bewerten den Fortschritt. Wir schreiten ein, wenn eine Geburt zu früh, zu spät, zu schnell oder zu langsam verläuft. Geht das, wenn wir keine oder widersprüchliche Aussagen zu den offenen Fragen haben? Wehen sind nicht nur für das Gebären wichtig. Frauen berichten von Wehen oder „wehenähnlichen Schmerzen“ beim Eisprung. Auch bei der Regelblutung werden Kontraktionen der Gebärmutter wahrgenommen. Sogar der Transport der befruchteten Eizelle und ihre Implantation werden von der Kontraktilität der Gebärmutter beeinflusst (Aguilar & Mitchell 2010).
Die Wehen und das Gebären werden schon lange beforscht. Die britische Hebamme Tricia Anderson erzählte bereits vor fast 15 Jahren humorvoll die Analogie von den Katzen, deren Gebärverhalten von WissenschaftlerInnen untersucht werden sollte. Zu diesem Zweck wurden gebärende Katzen aus ihrem Geburtsversteck geholt und in hellen Laborräumen während der Wehen genau überwacht. Als sie unter diesen Bedingungen gestörte Geburtsverläufe zeigten, nahmen die WissenschaftlerInnen das als Rechtfertigung, eine umfassende Gebärmedizin zu entwickeln – und von da an bestätigte sich immer wieder der Kreislauf von gestörten Geburten, die viele Interventionen erfordern, um zu einem guten Ende zu kommen. Nach einigen Jahren verselbstständigte sich dieses Phänomen, und alle glaubten, dass Katzen ohne die Hilfe von viel Technik nicht gebären könnten (Anderson 2002, siehe auch DHZ 3/2013, Seite 40ff.). So könnte es bei den Menschen gewesen sein …
Kulturell kommt es auf das Selbstbewusstsein der Gesellschaft an, ob das Gebären eher Ekel und Angst oder Neid und Bewunderung hervorruft. Neugier erzeugt es allemal. Und, ganz offensichtlich, den Wunsch, es zu kategorisieren, zu klassifizieren und zu beeinflussen.
Im Geburtshilfe-Lehrbuch von Pschyrembel werden 1973 viele verschiedene Arten von Wehen beschrieben; hier ist die Rede von „Schwangerschaftswehen, Senkwehen, Vorwehen, Eröffnungswehen, Presswehen, Nachgeburtswehen und Nachwehen“ (Pschyrembel 1973, siehe Abbildung). Klingt verlockend ordentlich und strukturiert. Eine echte Herausforderung in der Praxis, eine Wehe genau zu identifizieren, wenn sie des Weges kommt …
In anderen Lehrbüchern versuchen sich die AutorInnen eher an der Beschreibung von Geburtsphasen oder -stadien. Diese Einteilungen werden immer differenzierter, je aktueller sie sind. Hatten die ersten Wehenforscher um den Arzt Emanuel Friedman in den 1950er Jahren zunächst noch von Eröffnungs- und Austreibungsphase gesprochen, so trugen neuere Forschungsarbeiten zur Definition von Latenzphasen und Akzelerations- oder Dezelerationsphasen bei (Friedman & Sachtleben 1962; Friedman 1972; Friedman 1981; Zhang et al. 2010; Laughon et al. 2012). Das ist der Erkenntnis geschuldet, dass Geburten nicht linear verlaufen und es offensichtlich normal ist, dass die Eröffnung des Muttermundes nicht nur bei jeder Frau und jeder Geburt anders verläuft, sondern auch ungleichmäßig voranschreiten kann. Eine Forschergruppe aus Uruguay erfand ebenfalls in den 1950er Jahren eine Maßeinheit für Wehen, die „Montevideo-Units“. Dazu wurde ein dünner Schlauch in den Uterus gelegt und der Wehendruck in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen. Die Stärke der Kontraktion wurde mit der Dauer in Sekunden multipliziert. Werte von 200 bis 220 Montevideo-Units in zehn Minuten ließen sich mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer vaginalen Geburt in Zusammenhang bringen. Dass die beforschten Frauen mit Amniotomie, Wehenmitteln und Analgetika in horizontaler Lage ruhiggestellt waren, störte die ForscherInnen damals (und heute) wenig bei der Interpretation der Ergebnisse (Dueñas-Garcia et al. 2011; Caldeyro-Barcia et al. 1957).
Biologie der Wehen
Eine aktuelle Arbeit widmet sich der Frage, wie der Uterus es überhaupt schafft, geburtswirksame Wehen zu erzeugen; schließlich braucht es dazu kraftvolle, rhythmische Kontraktionen. Jedoch hat die Gebärmutter keinen „Taktgeber“ – im Gegensatz zum Herzen, das sich ebenfalls kraftvoll und rhythmisch kontrahiert (Smith et al. 2015). Eine Forschergruppe um den Molekularbiologen Roger Smith konnte eindrucksvoll zeigen, wie die einzelnen Muskelzellen in der Gebärmutter im Laufe der Schwangerschaft von vereinzelten, unkoordinierten Kontraktionen zu immer intensiverer Zellverbindung und -kommunikation reifen. Gleichzeitig sinkt die Reizschwelle der Zellen, und die Kraft wächst. So wird aus einem vereinzelten Impuls zur Kontraktion an einer unbestimmten Stelle im Muskel allmählich eine koordinierte, gemeinsame Aktion, bis sich irgendwann alle Muskelzellen im Gleichtakt zusammenziehen und erst jetzt genügend Kraft für die Geburt entwickeln.
Ein Team von WissenschaftlerInnen aus Slowenien hat ein Gerät zur Messung von elektrischen Reizen im Uterusmuskel entwickelt. Sie stellen in einer aktuellen Studie fest, dass sich die Latenzphase und die aktive Eröffnungsphase nicht an der Muttermundsweite differenzieren lassen, sondern an der Art der elektrischen Impulse, die die Muskulatur steuern. Die ForscherInnen vermuten, dass mit Hilfe einer solchen Diagnostik zu frühe Aufnahmen in den Kreißsaal verhindern lassen könnten – mit all den üblichen Interventionen, die dann folgen.
Andere Studien gehen der Frage nach, welche Wehen und welche Geburtsdauer für Frauen und Kinder „ungefährlich“ sind. Das ist methodisch gar nicht so einfach, denn um eine Geburtsdauer bewerten zu können, muss klar sein, wann die Geburt begonnen hat. Wer einmal eine Frau und dann ihre Hebamme fragt, wann die Geburt begonnen und wie lange sie gedauert hat, wird oft sehr unterschiedliche Antworten bekommen (Gross et al. 2009). Und um einen Fortschritt zu beurteilen, braucht es eine effektive und zuverlässige Messung. Ob das überhaupt möglich ist, darf diskutiert werden: Ist ein Muttermund immer gleich groß, oder verändert er sich beim Untersuchen, oder vor und nach der Wehe? Ist das elastische Gewebe in der Lage, sich nicht nur zu öffnen, sondern auch wieder zu verengen? Kann es sein, dass der Befund sich laut Untersuchung scheinbar zwei Stunden nicht ändert; hätte man aber fünf Minuten eher und später untersucht und die Weiten verglichen, wäre das Ergebnis vielleicht ein ganz anderes gewesen? Geht vielleicht der Muttermund gar nicht kreisrund auf, sondern öffnet sich entsprechend der Schädelform eines Ungeborenen eher oval – womit ein „Durchmesser“ gar nicht existiert? Trotz dieser ungeklärten Fragen gibt es Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Geburtsdauer und Gesundheit von Mutter und Kind. Dabei wird deutlich, dass eine längere Dauer der „Austreibungswehen“ nicht notwendigerweise zu schlechteren Geburtsergebnissen beim Kind führt (ACOG 2014).
Wehenbeurteilung im Kreißsaal
In Deutschland wird jede fünfte Geburt eingeleitet. Bei jeder dritten Geburt wird der Einsatz von Wehenmittel dokumentiert, bei jeder zehnten der Gebrauch von Wehenhemmern (AQUA-Institut 2015). Wenn man bedenkt, dass jedes dritte Kind per Kaiserschnitt kommt und etwa die Hälfte davon vor Wehenbeginn, sind es vermutlich ziemlich viele Frauen, die eigentlich eine „normale“ Geburt erleben könnten, deren Wehentätigkeit aber vor und/oder während der Geburt reguliert wird. Der Grund dafür ist häufig eine diagnostizierte „Wehenschwäche“, eine „protrahierte Geburt“ oder ein vermuteter „Geburtsstillstand“. Das Dilemma ist wieder dasselbe: Da niemand weiß, wie lang die optimale Dauer einer individuellen Geburt wäre, welche Wehenkraft und -häufigkeit dafür wünschenswert wären und wie das korrekt gemessen werden kann, bleibt es notwendigerweise bei Vermutungen.
Diese haben aber klinische Konsequenzen: Die Wehen werden ausgelöst, verstärkt, gebremst oder die Geburt wird operativ beendet. Jeder Kreißsaal hat dabei seine eigenen „Spielregeln“, wie häufig eine Gebärende untersucht und der Geburtsfortschritt „kontrolliert“ werden soll. Je häufiger das der Fall ist, desto öfter wird ein „protrahierter“ Fortschritt festgestellt, und die vermeintlich mangelhaften Wehen müssen „korrigiert“ werden (NICE 201). Physiologische Pausen bei der anstrengenden Wehenarbeit erscheinen als pathologisch. Die WHO empfiehlt, im Partogramm die Wehenqualität und -häufigkeit zu palpieren und mit aufzuzeichnen, um den Zusammenhang zwischen physiologischen Pausen und langsamerer Eröffnung darzustellen. So kann eine vermeintlich protrahierte Phase in den Kontext einer normalen Geburt eingeordnet werden (siehe Tabelle).
Leitlinien zur Wehentätigkeit
In Deutschland gibt es (noch) keine Leitlinien, die eindeutige Empfehlungen zur optimalen Geburtsdauer oder zu Untersuchungsintervallen festlegen. Das ist einerseits konsequent, da es keine solide wissenschaftliche Evidenz dazu gibt. Andererseits führt es aber zu Willkür in der Einschätzung der Wehentätigkeit – und ultimativ zum Einsatz von Wehenmitteln oder operativer Geburtsbeendigung wegen „Geburtsstillstand“.
Die aktuellen US-amerikanischen Empfehlungen der einschlägigen Fachgesellschaften American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) und Society for Maternal-Fetal Medicine (SMFM) definieren die Dauer der Latenzphase bis zu einer Muttermundsweite von sechs Zentimetern und „erlauben“ explizit, etliche Stunden nach dem Befund „Muttermund vollständig“ abzuwarten (ACOG 2014; Schwarz 2014). Die Leitlinien des britischen Instituts für Qualität im Gesundheitswesen (National Institute for Health and Care Excellence/NICE) definieren den Beginn der aktiven Eröffnungsphase ab vier Zentimetern Muttermundsweite bis zur vollständigen Eröffnung bei regelmäßiger Wehentätigkeit und stellen fest, dass diese Wehenphase meist nicht länger als 18 Stunden bei Erstgebärenden und nicht länger als 12 Stunden bei Mehrgebärenden dauert. Vaginale Untersuchungen sollen nicht häufiger als vierstündlich angeboten werden, und auch das nur, wenn es eine Indikation gibt (NICE 2014).
Die Sicht der Frauen
Die neuseeländische Hebamme Avon Lookmire beschreibt in einem Artikel die Frustration einer Gebärenden, deren Wehentätigkeit bei der Geburt strikt den Geburtsphasen zugeordnet wurde (Lookmire 2010). Die Frau hatte das Gefühl, über Stunden nicht weiter gekommen zu sein, denn immer hieß es: „Dies ist noch immer die Eröffnungsphase.“ Dabei hatte sie das Gefühl, mit jeder Wehe Bedeutendes zu leisten. Lookmire schlug vor, für die Geburtswehen und -phasen mehr sinnvolle und bedeutungsvolle Bezeichnungen zu benutzen. Diese sollten mit der Frau und ihrer Wahrnehmung korrelieren, statt mit einer „klinischen Diagnose“ (siehe Kasten).
Die Phase …
- … des Erstaunens: Geht es los?
- … des Nestbaus: Vorbereitung der Geburtsumgebung, selbst wenn es noch nicht sicher losgeht. Fließender Übergang zur Phase
- … des Aufglühens: Es passiert etwas, und ich lasse mich darauf ein.
- … der Bewegung: Ein sich ständig ändernder Rhythmus von Kontraktionen und Bewegung setzt ein.
- … der liebevollen Berührung: Berührung tut jetzt gut, und die Liebe fließt mit den Wehen.
- … des Tanzes: Großräumige Bewegungen des Körpers, besonders im Becken, helfen beim Öffnen.
- … der Faszination: Besinnung nach innen, Bewusstseinsänderung und kraftvolle Entspannung.
- … des Singens: Die zunehmende Intensität drückt sich in der Stimme aus.
- … der Unsicherheit: Ist das alles so gut und richtig?
- … der Amazone: Stark, kraftvoll und aufrecht.
- … der (sozialen) Familie: Gestützt und gehalten, geliebt und genährt durch die liebsten Menschen.
- … der Erschöpfung: Es reicht! Ich kann und will nicht mehr!
- … der Fokussierung: All die kostbare Energie ist auf das Gebären konzentriert … keine Zeit für Banalitäten.
- … der Veränderung: Die Wehen verändern sich und scheinen von überall her zu kommen.
- … der Außerordentlichkeit: Der Körper balanciert den Impuls zu schieben perfekt mit der vollständigen Eröffnung.
- … des Erscheinens: Das Köpfchen wird mit rhythmischen Schüben geboren.
Sectio als Ausweg?
In einer aktuellen Arbeit aus den USA schlagen der Gynäkologe Prof. Dr. Jeremy L. Neil und sein AutorInnenteam eine differenziertere Bewertung der Wehentätigkeit vor, um die Diagnose der vermeintlich „protrahierten“ Geburt genauer – und damit seltener – stellen zu müssen. Sie haben dazu einen systematischen, evidenzgestützten Ansatz entwickelt (siehe Tabelle). So kann die Diagnose „Geburtsstillstand“ objektiv und nachvollziehbar gestellt werden, indem drei sachliche Abgrenzungspunkte zugrunde gelegt werden (Neal et al. 2015). Diese sind:
- Aktive Eröffnungsphase: der Moment, in dem definitiv die aktive Eröffnungsphase begonnen hat. Der Übergang von der Latenzphase zur aktiven Eröffnungsphase wird nicht an einer bestimmten Muttermundsweite bestimmt, sondern am Beginn einer progressiven Eröffnung. Die AutorInnen finden, dass die Verzögerung der Aufnahme von Frauen mit Wehen in den Kreißsaal bis sechs Zentimeter Muttermundsweite ungünstigerweise dazu führen kann, dass die Frauen nicht die von ihnen gewünschte Betreuung bekommen, zum Beispiel eine PDA oder genügend Zeit, um eine gute Beziehung zur Hebamme aufzubauen. Stattdessen sei der ideale Zeitpunkt eher die Situation, in der ein Geburtsfortschritt ab vier Zentimetern Muttermundsweite und Verstreichen des Gebärmutterhalses festgestellt wird.
- Protrahierte Geburt: der Moment, in dem definitiv eine Abweichung von einem physiologischen Verlauf festgestellt wird und eine Intervention zur Korrektur sinnvoll sein kann. Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass Geburten langsamer verlaufen, als früher angenommen wurde. Zudem verläuft die Eröffnung nicht linear, sondern die Zeit zwischen jedem Zentimeterabschnitt wird immer kürzer, je weiter der Muttermund eröffnet ist. Nach den ausgewerteten Daten vieler tausend Geburten kann berechnet werden, dass eine Erstgebärende mit spontaner Wehentätigkeit bis zu 6,4 Stunden brauchen kann, bis sich der Muttermund von vier auf fünf Zentimeter öffnet; 3,2 Stunden von fünf auf sechs Zentimeter; und 2,2 Stunden von sechs auf sieben Zentimeter und so weiter (Stufenprogression). Bei einer eingeleiteten Geburt verlängern sich diese Intervalle, und zwar umso mehr, je kleiner der Befund. Weitere Studien beziehen noch andere Einflussfaktoren ein, wie zum Beispiel den Body-Mass-Index oder das Alter der Gebärenden: je höher der BMI und je älter die Frau, desto langsamer die Eröffnung. Eine protrahierte Geburt wird diagnostiziert, wenn der Geburtsfortschritt von der erwarteten Zeitspanne für diese individuelle Konstellation abweicht.
- Geburtsstillstand: der Moment, in dem die angewendeten Interventionen definitiv nicht zum Erfolg geführt haben. Der früheste sinnvolle Zeitpunkt für diese Diagnose – und damit eine Sectioindikation – liegt vier bis sechs Stunden nach der Diagnose einer protrahierten Geburt, und auch dann erst nach erfolglosen Versuchen einer Korrektur. Hier kann über mehr als vier Stunden trotz adäquater Wehentätigkeit kein Geburtsfortschritt festgestellt werden.
Die AutorInnen sind davon überzeugt, dass mit diesem Instrument viele Fehldiagnosen und unnötige Sectiones vermieden werden könnten.
Ein pragmatischer Vorschlag
Bei der Diskussion nach einem interessanten Vortrag eines Chefarztes fragte vor kurzem eine Zuhörerin den Redner, wie lang denn seiner Meinung nach eine normale Geburt dauert und wie häufig die Wehen kommen dürfen. Die Antwort war korrekt und bescheiden: Er wisse es nicht, sagte er, und gab die Frage weiter ins Publikum. Von dort kam dann ein pragmatischer Vorschlag, der hier als Schlusswort dienen soll: Wehen und Geburtsdauer sind normal, solange es Frau und Kind damit gut geht.
Der Vergleich des Herzens mit einem Orchester – mit dem Sinusknoten als Dirigent – und dem Uterus mit einer Gruppe Fußballfans, die zum Ende des Spieles ohne Chorleitung gemeinsame Gesänge anstimmen, ist mit einem Video hinterlegt. Dieses exzellente Beispiel neuester Forschung ist unter https://www.youtube.com/watch?v=KGnyQUxKdZA zu sehen.
Aguilar HN, Mitchell BF: Physiological pathways and molecular mechanisms regulating uterine contractility. Hum. Reprod. Update 2010. 16, 725–44
Anderson T: Out of the Laboratory: Back to the Darkened Room. MIDIRS 2002. 12, 65–69
AQUA-Institut: Bundesauswertung zum Erfassungsjahr 2014: Geburtshilfe 2015. https://www.sqg.de/downloads/Bundesauswertungen/2014/bu_Gesamt_16N1-GEBH_2014.pdf
Caldeyro-Barcia R et al.: A quantitative study of the action of synthetic oxytocin on the pregnant human uterus. J. Pharmacol. Exp. Ther 1957. 121, 18–31
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