In Berlin haben Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen und Dutzende Gegendemonstranten nach Polizeiangaben demonstriert. An der Veranstaltung »Marsch für das Leben« des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), einem Zusammenschluss überwiegend christlich geprägter Organisationen, beteiligten sich nach Angaben der Polizei bis zu 2.200 Menschen. An den Gegenkundgebungen nahmen demnach bis zu 300 Personen teil.

Die von den Veranstalter:innen im Vorfeld erwarteten Teilnehmendenzahlen wurden auf beiden Seiten nicht erreicht. Für den »Marsch für das Leben« waren bis zu 5.000 Teilnehmende angekündigt worden, für die Gegenveranstaltungen rund 800.

Die Demonstrierenden sprachen sich für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen aus. Am Versammlungsort wurden unter anderem weiße Kreuze aufgestellt. Auf Transparenten und Schildern wurden entsprechende politische Forderungen formuliert.

Auch in Köln fanden Kundgebungen für und gegen Schwangerschaftsabbrüche statt. Die Veranstalter:innen hatten jeweils etwa 3.000 Teilnehmende angemeldet. Nach Angaben der Polizei blieb die tatsächliche Beteiligung jedoch deutlich darunter. Die Veranstaltungen verliefen nach Polizeiangaben zunächst friedlich.

Während der Veranstaltungen in Berlin kam es zu einzelnen Zwischenfällen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs nach einem unerlaubten Betreten des Geländes der Charité.

Quelle: dpa, 19.9.2026 · DHZ