
Fast jede zweite Frau (46 Prozent) in Deutschland fühlt sich unzureichend über Hormone und ihrer Wirkung informiert.
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Nahezu jede zweite Frau in Deutschland (46 %) wünscht sich mehr Aufklärung über Hormone und deren Einfluss auf den Körper. Dies geht aus einer von der Krankenkasse IKK classic in Auftrag gegebenen und in Dresden veröffentlichten Forsa-Umfrage hervor. Besonders ausgeprägt ist der Informationsbedarf bei jüngeren Frauen: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben 69 % an, mehr Wissen zu diesem Thema haben zu wollen.
Laut den Befragungsergebnissen fühlt sich insgesamt jede fünfte Frau nur unzureichend oder überhaupt nicht über die Wirkung von Sexualhormonen informiert. Bei Schilddrüsenhormonen sowie beim Stresshormon Cortisol äußerte sogar nahezu die Hälfte der Teilnehmerinnen ein Defizit an Wissen.
Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden sich Frauen überwiegend an medizinisches Fachpersonal (75 %) oder suchen eigenständig online nach Informationen (73 %).
Vor allem jüngere Befragte greifen hierfür auf soziale Netzwerke zurück: 41 % der 18- bis 29-Jährigen informieren sich über Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook. Bei Frauen über 55 Jahren spielt dies hingegen mit nur 8 % eine deutlich geringere Rolle. Grundlage der repräsentativen Erhebung war eine Befragung von 2.003 Frauen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren, die im August vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt wurde.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 9.9.2025 ∙ DHZ
