Rund 123.000 Mädchen und Frauen in Deutschland sind von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) betroffen oder gefährdet. Um Betroffene und ihre Familien angemessen begleiten zu können, sind spezielle Schulungen für Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen erforderlich.
Die Kinderrechtsorganisation Plan International Deutschland und die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES haben daher ein Projekt gestartet, das die bundesweite Schulungslandschaft zu FGM/C systematisch erfasst. Ziel des Projekts »Stark gegen FGM/C – Bundesweite Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse zur Schulungslandschaft« ist es, bis Ende 2026 eine fundierte Datengrundlage zu schaffen. Gefördert wird das fünfmonatige Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
»Ob betroffene und gefährdete Mädchen und Frauen auf gut geschulte Fachkräfte treffen, darf keine Glückssache sein«, sagt Gesa Birkmann, Bundesgeschäftsführerin Politik und Themen bei TERRE DES FEMMES.
Aus der Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger:innen aus Politik, Verwaltung und Fachpraxis entwickelt werden. Damit wollen Plan International Deutschland und TERRE DES FEMMES dazu beitragen, Qualifizierungs- und Präventionsstrukturen im Bereich FGM/C nachhaltig zu stärken.
Quelle: Plan International Deutschland und TERRE DES FEMMES, 3.8.2026 · DHZ
