Jährlich bekommen etwa 100.000 Frauen Unterstützung während der Schwangerschaft oder nach der Geburt. Das Kabinett stockt nun die Mittel etwas auf. Foto: © InfinitumProdux/stock.adobe.com
Für Schwangere in Not plant der Bund vom kommenden Jahr an etwas mehr Geld ein. Das Kabinett stockte die jährliche Mindesteinlage bei der Bundesstiftung Mutter und Kind von 92 Millionen Euro auf 101 Millionen Euro im Jahr 2027 auf, wie das Familienministerium mitteilte. Bis 2032 soll die jährliche Mindestsumme auf 105 Millionen Euro anwachsen.
Politisches Ziel
Die Stiftung war 1994 gegründet worden, um Frauen in Notlagen rund um Schwangerschaft und Geburt zu helfen, zum Beispiel mit einer Erstausstattung fürs Baby oder auch mit Hilfen im Haushalt oder bei der Betreuung des Säuglings. Politisches Ziel war, Frauen in der Schwangerenkonfliktberatung Unterstützung zusagen zu können, wenn sie sich für das Baby entscheiden. Jährlich werden offiziellen Angaben zufolge etwa 100.000 Frauen unterstützt.
Erste dauerhafte Erhöhung
Die jährliche Mindesteinlage des Bundes wurde nach Angaben des Familienministeriums seit 1993 nicht verändert. In einzelnen Jahren stockte der Bundestag die Mittel auf, etwa nach Beginn des Ukraine-Kriegs, als der Bedarf besonders hoch war.
»Ich freue mich sehr, dass es uns jetzt gelingt, die Bundesstiftung ›Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens‹ nach mehr als 30 Jahren dauerhaft finanziell zu stärken«, sagte Familienministerin Karin Prien (CDU). »Das schafft Sicherheit, gibt Zuversicht und erleichtert einen guten Start in das Leben mit ihrem Kind.«
Quelle: dpa, 22.7. 2026 · DHZ
