29 Expertinnen trafen sich zum Scoping Workshop im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover. Foto: © DGHWi und HWFT

Vom 27. bis 29. August 2025 fand im Schloss Herrenhausen in Hannover der Scoping Workshop zur Entwicklung einer Forschungsagenda der Hebammenwissenschaft 2026-2036 statt. Die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi) und der Hebammenwissenschaftliche Fachbereichstag e. V. (HWFT) hatten im Oktober 2024 die gemeinsame Arbeit an der Entwicklung einer Forschungsagenda aufgenommen. Fünf Wissenschaftlerinnen der DGHWi und des HWFTs – Prof. Dr. Nicola H. Bauer (Universität zu Köln), Prof. Dr. Barbara Fillenberg (Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Melita Grieshop (Evangelische Hochschule Berlin), Dr. Astrid Krahl (ZHAW, Winterthur) und Prof. Dr. Karolina Luegmair (Katholische Stiftungshochschule München) – hatten für dieses Vorhaben erfolgreich Fördergelder der VolkswagenStiftung eingeworben.

Die VolkswagenStiftung unterstützte den Scoping Workshop sowohl finanziell als auch organisatorisch und stellte das Tagungszentrum im Schloss Herrenhausen für das dreitägige Arbeitstreffen zur Verfügung. Insgesamt nahmen 29 Expertinnen aus der Hebammenwissenschaft sowie aus relevanten Bezugsdisziplinen teil.

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein (Hochschule Osnabrück) war als Keynote-Speakerin zum Workshop eingeladen und zeichnete in ihrem Vortrag die Entwicklung der Professionalisierung der Hebammenwissenschaft in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren sowie die wissenschaftlichen und politischen Akteur:innen der Forschungslandschaft auf.

Im Mittelpunkt des Scoping Workshops stand die intensive und partizipative Arbeit an:

  1. dem aktuellen Stand hebammenwissenschaftlicher Forschung
  2. den aktuellen und zukünftigen Bedarfen der Disziplin und der Versorgung von Frauen, ihren Kindern und Familien sowie
  3. der Erarbeitung gemeinsamer Positionen für eine zukünftige Forschungsagenda.

Die Präsidentin der DGHWi, Prof. Dr. Nicola H. Bauer, zog ein positives Fazit: »Der Scoping Workshop war ein voller Erfolg. Wir haben die Möglichkeit gehabt, drei Tage intensiv und produktiv gemeinsam an der zukünftigen Forschungsagenda zu arbeiten. Nun werden wir mit diesen Ergebnissen weiterarbeiten und ein Positionspapier erstellen.«

Mit dem Workshop ist die Fachdisziplin Hebammenwissenschaft dem Ziel nähergekommen, Forschungs- und Entwicklungsbedarfe aus hebammen- und bezugswissenschaftlicher Perspektive zukunftsorientiert zu strukturieren, wissenschaftlich zu begründen und in einer Forschungsagenda für die Jahre 2026–2036 zusammenzuführen.

Quelle: Pressemitteilung der DGHWi und HWFT, 4.9.2025 ∙ DHZ