Die Preisträger:innen des GesundheitsAwards 2026 mit Laudatorin Jessica Probst (Vorständin der hkk Krankenkasse). Foto: © Metropolregion Nordwest
Mit 14 Finalprojekten verzeichneten die NordWest Awards in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Die Auszeichnungen würdigen Projekte, die mit innovativen Ansätzen zur Entwicklung der Region beitragen.
Bereits zum siebten Mal kürte die Metropolregion Nordwest »Die Besten im Nordwesten« in den Kategorien sozialer Zusammenhalt, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Innovationskraft aus. »Diese Ideen verdienen Sichtbarkeit und stehen stellvertretend für viele engagierte Menschen, die unsere Region aktiv mitgestalten«, fasst Eduard Dubbers-Albrecht, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, das Juryurteil zusammen.
Im Bereich Gesundheit erhielt das Projekt »Gut begleitet von Anfang an« der Jade Hochschule Oldenburg den dritten Platz, der mit 2.000 Euro datiert ist. Der GesundheitsAward wird mit Unterstützung der hkk Krankenkasse vergeben und zeichnet Projekte aus den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention aus.
Fortbildungsangebot für die frühe Geburtsphase
Das Projekt entwickelt Fortbildungsangebote für Fachpersonen in der Geburtshilfe, um Frauen in der frühen Geburtsphase, der sogenannten Latenzphase, gezielt zu unterstützen. Hintergrund ist, dass viele Schwangere bereits in dieser Phase Unterstützung in Geburtskliniken suchen, sich dort jedoch häufig unsicher fühlen oder nach einer ersten Einschätzung wieder nach Hause geschickt werden.
Grundlage des Projekts ist der sogenannte »Geesthachter Geburtszirkel«, ein aus einer Dissertation hervorgegangenes Praxiskonzept. Dieses unterstützt Frauen in der Latenzphase durch niedrigschwellige Angebote zu Bewegung, Atmung und Entspannung. Erste Rückmeldungen deuten auf eine hohe Akzeptanz des Angebots sowie eine Stärkung der Selbstwirksamkeit von Frauen und ihren Begleitpersonen hin.
Bedarfsgerechte Konzepte für die Geburtshilfe
Das Konzept wird derzeit zu einem strukturierten Fortbildungsangebot weiterentwickelt. Ziel ist es, Fachpersonen dabei zu unterstützen, standortspezifische Versorgungskonzepte zu entwickeln, die an personelle, räumliche und regionale Voraussetzungen angepasst sind.
Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, Schwangere in der frühen Geburtsphase gezielter zu begleiten, Fachpersonal zu entlasten und die geburtshilfliche Versorgung bedarfsgerechter zu gestalten.
Mehr Informationen zur Verleihung sowie den Projekten finden auf der Website der Metropolregion Nordwest.
Quelle: Metropolregion Nordwest, 20.8.2026 · DHZ
