Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) stellt für Forschungsprojekte im Bereich Frauengesundheit bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung. Foto: © annaspoka/stock.adobe.com

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) stellt für Forschungsprojekte im Bereich Frauengesundheit bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung. Zwei entsprechende Förderrichtlinien wurden veröffentlicht, wie das BMG bekanntgab. Interessierte können sich nun bewerben.

Die erste Richtlinie betrifft die Förderung von Projekten zur patient:innenzentrierten Versorgung. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verbesserung der Versorgung von Frauen in Deutschland zu gewinnen. Die zweite Richtlinie konzentriert sich auf den Aufbau von Nachwuchsgruppen an (Fach-)Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen. Darüber hinaus sollen institutionelle Kapazitäten in der Versorgungsforschung gestärkt werden.

Jede der beiden Richtlinien sieht eine Förderung von bis zu fünf Millionen Euro vor. Geförderte Projekte sollen spätestens zum 1. Januar 2027 beginnen und eine Laufzeit von bis zu drei Jahren haben, für die Nachwuchsgruppen sogar bis zu fünf Jahren.

»Das Thema Frauengesundheit braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr Verständnis und mehr Wissen«, erklärte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Frauen hätten andere Beschwerden, Symptome und Belastungen als Männer, und diese Unterschiede müssten in der Gesundheitsversorgung stärker berücksichtigt werden.

»Die Förderung von konkreten Forschungsvorhaben durch das BMG leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Ich verspreche mir von den Ergebnissen konkrete Verbesserungen für betroffene Frauen«, so die Ministerin weiter.

Warken hat das Thema Frauengesundheit bereits früh als einen ihrer Schwerpunktbereiche während ihrer Amtszeit benannt. So wurde etwa Ende des vergangenen Jahres bereits ein Dialog zum Thema Wechseljahre initiiert.

Quelle: Ärzteblatt.de, 14.1.2026 ∙ DHZ