Ein Dialogprozess zu den Wechseljahren will einen bedeutsamen Aspekt der Frauengesundheit in den Fokus rücken – und Unternehmen darin unterstützen, Unterstützungskonzepte für diese Lebensphase bei Arbeitnehmerinnen anzubieten. Foto: © AyaLinesDesign/stock.adobe.com
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Forschung und Versorgung mit Blick auf medizinische Anliegen von Frauen stärken und startet dafür einen Dialog zu den Wechseljahren.
Dass Frauen in vielen Bereichen andere Bedürfnisse als Männer hätten, werde weiter nicht ausreichend berücksichtigt, sagte die CDU-Politikerin. »Ich möchte offen in unserer Gesellschaft über Frauengesundheit reden können – am Arbeitsplatz, in der Kantine, am Esstisch und in der Öffentlichkeit.«
Ein Dialogprozess zu den Wechseljahren solle daher einen bedeutsamen Aspekt der Frauengesundheit in den Fokus rücken, so Warken. Momentan sei jede fünfte Frau in Deutschland in den Wechseljahren und rund ein Drittel leide unter starken Beschwerden.
Ziel des Dialogs seien etwa Empfehlungen für Unternehmen für den Umgang mit Wechseljahren in der Arbeitswelt. Beteiligt werden sollen Fraueninitiativen, die Akteure des Gesundheitswesens sowie Vertreter aus Wissenschaft und der Sozialpartner.
Ziel ist, Defizite in der Forschung, bei Daten, Informationen und Aufklärung und in der Versorgung zu identifizieren und zu Verbesserungen zu kommen. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2026 vorgestellt werden. Die Wechseljahre sind eine natürliche Übergangszeit mit hormonellen Umstellungen, die meist zwischen Mitte 40 und Mitte 50 eintritt, wie das Ministerium erläuterte.
Hinweis: In der DHZ finden Sie zum Thema ein Beitrag unserer Autorin Melanie Klimmer, der sich mit den politischen Rahmenbedingungen in Großbritannien auseinandersetzt. Diese könnten einen Vorbildcharakter für andere Länder haben.
Quelle: dpa, 24.11.2025 ∙ DHZ
