Prof. Dr. Katrina Kraft 19.09.2025
Im Jahr 1940 wurden etwa 95 % der Kinder in Beckenendlage (BEL) durch eine spontane vaginale Geburt geboren. Die »Term Breech Trial«, die erste internationale, multizentrisch randomisierte, kontrollierte Studie mit der Fragestellung, welcher Geburtsmodus bei BEL am Termin für das Kind und die Mutter der bessere sei, wurde erstmals im Jahr 2000 veröffentlicht und riet von spontanen Steißgeburten ab.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass Steißgeburten vergleichbare Ergebnisse wie Beckenendlagengeburten haben, dass die Notkaiserschnittrate bei Steißgeburten nicht höher ist als bei Geburten aus Schädellagen, dass die Geburten (ohne Epiduralanästhesie) schneller verlaufen als Geburten aus Schädellagen, wenn die Geburten von erfahrenen Geburtshelfern begleitet werden.
Viele Ärzt:innen und Frauen glauben nach wie vor, dass Beckenendlagen ausschließlich per Kaiserschnitt geboren werden sollten.
In diesem Workshop diskutiert Dr. Katrina Kraft, die in fünf Jahren mehr als 250 vaginale Steißgeburten begleitet hat, mit den Teilnehmer:innen die verschiedenen Kontroversen rund um vaginale Beckenendlagengeburten. Im Fokus stehen die Geburtsmechanik, Ergebnisse, Studien, Fakten und Mythen.
Das Webinar findet im Rahmen des 4. Lübecker interprofessionellen Perinatalkongress statt – kann aber auch unabhängig vom Kongress gebucht werden.
Zielgruppe: Hebammen, ärztliche Geburtshelfer:innen
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