Seit 2020 rät die STIKO auch Schwangeren zur Impfung gegen Pertussis zu Beginn des 3. Trimenon – unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Pertussis-Impfungen. Foto: © adipurnatama/stock.adobe.com
Impfempfehlungen müssen während der Schwangerschaft besonders sorgfältig abgewogen werden. Medizinische Interventionen sind ethisch nur vertretbar, wenn lebensbedrohliche Gefahren abgewendet werden. Und wenn von dem Eingriff selbst keine nennenswerten Risiken ausgehen. Sollen wir in der Schwangerschaft gegen Pertussis impfen?
Keuchhusten ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Das Bakterium Bordetella pertussis wird durch Husten oder Niesen über Tröpfchen übertragen. Die Krankheit kann bei Neugeborenen schwer verlaufen und auch tödlich enden. Die ersten Symptome ähneln denen »einer Erkältung« mit Halsschmerzen, Niesen, leichtem Fieber und Reizhusten. Diese Symptome können bis zu zwei Wochen lang anhalten, bevor sich lang-andauernde Schübe von starkem Husten entwickeln, gefolgt von »Keuchen« beim Einatmen und Erbrechen. Feinstaubexposition in der Atemluft (durch Smog oder Rauchen) erhöht das Risiko, schwer zu erkranken.
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