Foto: © iStock.com / Alexander Shelegov
Anlässlich der Anhörung zur Reform der Notfallversorgung im Bundestag hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) Nachbesserungen bei der Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen gefordert. Zwar begrüßt der Verband die grundsätzlichen Ziele der Reform, sieht im Gesetzentwurf jedoch eine Versorgungslücke rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Nach Ansicht des DHV sollten Hebammen stärker in die Notfallversorgung eingebunden werden. Hintergrund seien unter anderem längere Anfahrtswege zur nächsten Geburtsklinik und eine hohe Auslastung vieler Kreißsäle. Konkret schlägt der Verband vor, Hebammen bei Rettungsdiensteinsätzen mit Schwangeren oder Gebärenden hinzuzuziehen, Kooperationen zwischen Integrierten Notfallzentren und Hebammeneinrichtungen zu ermöglichen sowie Hebammen in aufsuchende Notdienste einzubeziehen.
Darüber hinaus spricht sich der DHV dafür aus, Hebammenexpertise bei digitalen Ersteinschätzungssystemen zu berücksichtigen und Hebammen in das geplante Gesundheitsleitsystem aufzunehmen.
Quelle: Deutscher Hebammenverband, 9.9.2026 · DHZ
