Die Kryokonservierung vor einer keimzellschädigenden Therapie ist seit 2021 eine gesetzliche Kassenleistung.

Foto: © TarikVision/stock.adobe.com

Frauen trotz einer schwerwiegenden Erkrankung und deren Therapie den Kinderwunsch zu erfüllen, ist heute keine Utopie mehr. Aber den Erfolgen der neuen Techniken stehen ungenügend erforschte Nebenwirkungen und ethische Fragen gegenüber. 

Eine von den öffentlichen Medien häufig lancierte Meldung betrifft die befürchtete weltweite Zunahme an Krebserkrankungen. Diese könnten, so eine Prognose, bis 2050 um bis zu 77 % steigen (siehe Link: Tagesschau). Als Ursachen werden der Bevölkerungszuwachs, die höhere Lebenserwartung sowie der Lebensstil mit den Faktoren Rauchen, Alkohol, Fettleibigkeit und Luftverschmutzung ausgemacht. Allein in Deutschland erkrankten im Jahr 2020 über 490.000 Menschen neu an Krebs. Bei Frauen steht die Brustdrüse mit über 30 % der Fälle an der Spitze der betroffenen Organe, gefolgt von Darm und Lunge mit je circa 10 % (siehe Link: Krebsinformationsdienst).  

Zwar liegt das mittlere Erkrankungsalter bei 65 Jahren (siehe Link: Krebshilfe, Blaue Ratgeber – Brustkrebs), diese Angabe übersieht aber ein Problem für jüngere Frauen, die sich noch in einem fortpflanzungsfähigem Alter befinden. Konkret heißt das: Die zur Behandlung einer Krebserkrankung eingesetzten Verfahren wie Chemotherapie und Bestrahlung können die Geschlechtsorgane und die Keimzellen schädigen, oft sogar dauerhaft. Zudem ist eine Beeinträchtigung des Hormonhaushalts möglich.

Jetzt weiterlesen mit DHZ+

dhz-badge 1,- Euro für 4 Wochen

  • freier Zugriff auf alle DHZ+-Artikel auf staudeverlag.de/dhz
  • inkl. aller ePaper-Ausgaben der DHZ und der Elterninfos
  • Zugriff auf das DHZ-Archiv auf dhz.de
  • jederzeit kündbar