An den Epithelzellen der Milchgänge bestimmt ein Gen-Rezeptor, wie diese sich beim Embryo entwickeln: der Ectodysplasin Rezeptor (EDAR). Bei Ureinwohner:innen der Arktis wurde eine der Aminosäuren im EDAR durch Mutation in eine andere verwandelt: Die Milchgänge bildeten nun verstärkt Äste. Die Verzweigung wurde durch einen zweiten Mechanismus verstärkt: durch einen Vitamin D-Mangel im Fettgewebe der Brust während der Pubertät und Schwangerschaft. Beide Mechanismen ermöglichten, dass genügend Vitamin D in die Muttermilch gelangte. Illustration: © Birgit Heimbach

Bei Mädchen und Frauen bilden sich schon während der Embryonalentwicklung, dann in Pubertät und Schwangerschaft im Brustgewebe die Milchgänge aus. Sie sprießen und verzweigen sich, um später über die Muttermilch Nährstoffe von der Mutter auf den Säugling übertragen zu können. Die Art der Verzweigung bestimmt, wie viel Vitamin D in die Milch transportiert werden kann.

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