» Die Hebammen verstummen im gesellschaftlichen Diskurs um die Eizellspende. Geht es die Hebammen nichts an? « Foto: © Paolo/stock.adobe.com - KI-generiert
Eine junge Hebamme stellt Fragen und fordert freie Diskursräume zur Reflexion und Wissensaneignung: Wie beeinflussen geburtsmedizinische und technische Entwicklungen die Herangehensweise von Hebammen an den Frauenkörper? Welche Folgen hat dabei die Eizellspende für das Selbstverständnis von Hebammen? Eine Standortbestimmung.
Bis in die 1960er Jahre hinein war die Hebammenarbeit geprägt von der abwartenden Haltung, der gekonnten Nicht-Intervention. Hinter dieser Arbeit stand die Geduld als Tugend, die hieß: Übergänge der Geburt auszuhalten, um im rechten Moment handeln zu können (Dörpinghaus, 2021) . Dies gelang nur durch die kontinuierliche Anwesenheit der Hebamme im Geburtsprozess und wurde getragen vom grundsätzlichen »Vertrauen in die Fähigkeiten der Frauen, Verlass auf die eigenen Sinne, die Erfahrung und das Können von Seiten der Hebamme« (Duden, in Schäfer, 2010, S. 278). Das war das Ethos der Hebammen.
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