Alexandra Leiterer: »Das aktuelle Gesundheitssystem schafft Rahmenbedingungen, die freiberufliche Hebammen in ein Dilemma zwischen ethisch-moralischem und wirtschaftlichem Handeln versetzen.« Foto: © privat

In der Wochenbettbetreuung geht der Trend hin zu Hebammenambulanzen und einer häuslichen Versorgung nur von Montag bis Freitag. Ist das ethisch-moralisch vertretbar und was macht es mit dem Berufsbild der Hebamme?

Mit der Einführung des DRG-Systems sinkt kontinuierlich die Verweildauer der Wöchnerinnen in der Klinik. In den Kreißsälen und auf den Wochenbettstationen herrscht Personalmangel, ein langer Aufenthalt der Wöchnerinnen ist nicht refinanziert. So werden einige Frauen nach einer Vaginalgeburt nach einem Tag aus der Klinik entlassen und Frauen nach einer Bauchgeburt auch schon nach ein bis drei Tagen. Nach einer ambulanten Geburt geht die Mutter nach wenigen Stunden nach Hause (Harder et al. 2022).

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