Im Hebammenstudium wird die reale »Examensgeburt« durch eine simulationsbasierte Prüfung ersetzt. Wie eine solche Prüfung abläuft, wie sie vorbereitet und ausgewertet wird, hat das Universitätsklinikum Tübingen im Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft schon seit 2018 erprobt. Das Format wird kritisch beleuchtet, seine Stärken und Schwächen, Risiken und Chancen werden diskutiert.

Hebammen werden seit 2020 in einem dual praxisintegrierenden Studium ausgebildet. Mit dem neuen Hebammengesetz (HebG) im Januar und der veränderten Hebammenstudien- und Prüfungsverordnung (HebStPrV) gewinnt die »Objective Structured Clinical Examination« (OSCE) in der Hebammenwissenschaft immer mehr an Bedeutung. Besonders einschneidend verändert wurde die staatliche Prüfung der Geburt: Früher als »Long-case«-Prüfung im Kreißsaal als reale Geburtsbetreuung aufgesetzt, soll sie nun als simulationsbasierte Prüfung an der Hochschule stattfinden. Mit geburtshilflichen Modellen und Simulationspersonen wird diese Prüfung in einem möglichst realitätsnahen Szenario durchgeführt, losgelöst vom klinischen Setting (Bundesgesetzblatt, 2020).

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