Physiologisch wird das Neugeborene direkt nach der Geburt überschwemmt mit Oxytocin – auch über die Muttermilch. Das Hormon wirkt positiv auf den Darm und gelangt über das Blut ins Gehirn. Zusätzlich wird das körpereigene Oxytocin-System des Säuglings durch die körperliche und emotionale Nähe zur Mutter angekurbelt. Mit dem bis auf zwei Aminosäuren identisch aufgebauten Vasopressin, das ebenfalls in der Muttermilch ist, sind Überschneidungen auf den jeweiligen Signalwegen möglich. Illustration: © Birgit Heimbach

In den vergangenen Jahrzehnten wurde nur in wenigen Studien untersucht, ob und wie Oxytocin auf Säuglinge wirkt, wenn sie das Hormon mit der Muttermilch aufnehmen. Inzwischen weiß man von spannenden Zusammenhängen: Über Rezeptoren teilt es sich Kommunikationswege mit dem eng verwandten Vasopressin. Beide beeinflussen den Darm und das Gehirn und damit auch das soziale Verhalten. 

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