Illustration: © Melanie Garanin

Als ich neulich einen populären Kabarettisten im Stadttheater sah, beanstandete dieser, dass Menschen nicht vor dem Elternwerden ihre eigenen Kindheitsmuster therapierten. Er entlastete dabei Väter von jeglicher Verantwortung, da die meist ohnehin abwesend seien, und attackierte in ziemlich überholten Klischees die Mütter. Die meisten seien heutzutage unfähig, ihren Kindern Grenzen zu setzen, oder inkompetent, weil sie im Supermarkt zu wortreich auf ihr schreiendes Baby reagierten. Schließlich unterstellte er Frauen, die nicht mindestens der Mittelschicht angehören, sie könnten ihren Kindern zu wenig intellektuelle Bildung mitgeben.

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