Stillenden, die an D-MER leiden, hilft mitunter das Trinken von eis­kaltem Wasser, denn Kältezufuhr führt zu mehr Dopamin. Der Dopamin-Spiegel steigt auch, wenn der Prolaktin-Spiegel beim Stillen steigt. Illustration: © Birgit Heimbach

Oft wird es stillenden Müttern erst nach einiger Zeit klar, dass sie im Zusammenhang mit dem Milchspendereflex Gefühle von Depression, Angst oder Wut erleben. Bezeichnet wird das Phänomen als Dysphorischer Milchspendereflex (D-MER). Es handelt sich dabei noch nicht um eine anerkannte Erkrankung und doch finden sich immer mehr Frauen zusammen, die Ähnliches berichten und Hilfe suchen. Diese kann schon in einfachen Maßnahmen liegen.

Einige Frauen spüren beim Stillen ein ungewöhnliches Phänomen, das als Dysphorischer Milchspendereflex (D-MER) bezeichnet wird. Leitsymptom ist eine plötzlich auftretende Welle negativer Gefühle, die etwa 30 bis 90 Sekunden vor dem Beginn des Milchspendereflexes (englisch: milk ejection reflex/MER) einsetzt. Diese Gefühle verschwinden normalerweise – so schnell, wie sie aufgetaucht sind – innerhalb von zehn Minuten nach Beginn einer Still- oder Pumpsitzung.

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