»Die Rebozo-Technik wird oftmals angewendet, um die Wahrschein­lichkeit einer erfolgreichen äußeren Wendung des Kindes von der Becken- in die Schädellage zu erhöhen. Haben Sie Erfahrungen damit?«

 

Ulrike Janus, Hebamme in einem freiberuflichen Hebammenteam in Hamburg

Wir nutzen das Rebozo im Rahmen der Repositionierung des kindlichen Kopfes unter der Geburt. Hierzu arbeiten wir initial mit einem Reset, um danach ruckartig Bauch und Becken der Gebärenden seitlich zu kippen. So bietet uns Rebozo eine Form der Mobilisation, die anders nur schwer zu erreichen ist.

Mirjam de Keijzer, Dozentin, Kursleiterin, Doula, Geburtsvorbereiterin in den Niederlanden und Deutschland

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, das Rebozo einzusetzen: sanftes Schaukeln zur Entspannung oder arrhythmisch und fest, um die Position des Babys zu optimieren. Die zweite Methode ist ein Eingriff und darf nur von einer Hebamme durchgeführt werden. Mit der arrhythmischen Methode in verschiedenen Positionen, kann das Kind auf Wunsch aus dem Becken gerüttelt und dann eingeladen werden, sich in die Kopflage zu drehen. Dies erfordert in der Regel mehrere Wiederholungen pro Tag.

Zuzana Laubmann, Traumaberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierte Doula, Kursleiterin für traumasensibles Yoga aus Erlangen

Wenn ich mit einer Hebamme zusammenarbeite, die Rebozo kennt, können wir gemeinsam Techniken anwenden, wenn mehr Platz im Becken gebraucht wird, oder zur Unterstützung der Wehentätigkeit. Im Wochenbett kann die sanfte Massage das Körpergefühl der Frau stärken und eine neue Anbindung schaffen. Das Autonome Nervensystem (der ventrale Vagus) wird von dem sanften Wiegen angeregt, eine tiefere Entspannung und das Angekommen-Sein stellen sich zuversichtlich ein.

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