Das Bundesforschungsministerium fördert Forschungsverbünde, um die Entwicklung neuer Verhütungsmethoden voranzutreiben. Foto: © RFBSIP/adobe.stock.com
Das Bundesforschungsministerium fördert seit Anfang Februar vier Forschungsverbünde mit insgesamt zwölf Millionen Euro, um die Entwicklung neuer Verhütungsmethoden voranzutreiben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung digitaler Systeme zur präziseren Bestimmung des weiblichen Zyklus, um nebenwirkungsfreie Methoden der Familienplanung wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Zudem soll die Wirksamkeit gängiger Zyklus-Apps und Messsysteme systematisch untersucht werden.
Ein weiterer Fokus der Förderung ist die Entwicklung nicht-hormoneller sowie geschlechterübergreifender Kontrazeptiva. Im Zentrum stehen Ansätze, die den Spermientransport beim Mann temporär einschränken oder auf nicht-hormonellen Wirkstoffen basieren. Koordiniert werden die Forschungsprojekte an den Standorten Frankfurt, Münster, Aachen und Heidelberg.
»Wir brauchen neue und moderne Verhütungsmittel, die sicher sind, wenig Nebenwirkungen haben und alle Geschlechter in den Blick nehmen sowie unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen«, erklärte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU).
Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 3.2.2026 · DHZ
