Auf der Mitgliederversammlung der DGHWi, die dem Kongress vorgeschaltet ist, wird über den neuen Vorstand abgestimmt. Foto: © Heike Saalmann
Die 5. Internationale Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaften (DGHWi) schloss sich an die Mitgliederversammlung der Fachgesellschaft an und war so gut besucht wie noch nie zuvor. Über 200 Teilnehmerinnen nutzten die eineinhalb Tage mit Vorträgen, Workshops, einem Gang durch die Posterausstellung und angeregtem informellen Austausch in den Pausen. Die modernen Räume der Hochschule auf dem Gesundheitscampus Bochum, die wissenschaftlichen Themen und die wachsende Zahl der Hebammen, die ihren akademischen Weg bereits abgeschlossen oder die diesen gerade erst gewählt hatten, gaben der Tagung eine inspirierende Dynamik. Als angenehm empfand ich auch, dass es keine Messestände gab, die die Anwesenden mit Infomaterial und Musterartikeln überfluteten, wie man es von anderen Tagungen kennt.
Elke Mattern, die am Morgen erneut als erste Vorsitzende der Fachgesellschaft bestätigt worden war, und die Gastgeberin, die Bochumer Professorin für Hebammenwissenschaft Dr. Rainhild Schäfers, eröffneten gemeinsam die Tagung. Prof. Dr. Kerstin Bilda, Vizepräsidentin für Forschung der hsg Bochum, begrüßte die Arbeit der DGHWi an neuen Leitlinien für wissenschaftlich entwickelte Handlungsempfehlungen im Bereich der Hebammenarbeit und Geburtshilfe als sehr positiv.
Bereits seit der letzten Tagung vor zwei Jahren warten viele Kolleginnen noch immer auf das Erscheinen der ersten S3-Leitlinie unter Federführung der DGHWi. Diesmal wurde nicht einmal mehr danach gefragt oder darüber spekuliert, wann es endlich soweit wäre. Die Leitlinie »Die vaginale Geburt am Termin« ist bereits seit 2015 angemeldet. Angesichts der drängenden Probleme und der seit Jahren deutlich zu hohen Interventionsraten und des strittigen Prozedere bei Terminüberschreitungen wird dieses Projekt hoffentlich kein zweiter Berliner Flughafen! In der Zwischenzeit sind allerdings etliche Leitlinien unter Mitwirkung von Mandatsträgerinnen der DGHWi entstanden, die auf der Homepage der Fachgesellschaft zu finden sind.
Foto: © Heike Saalmann
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