Midwives for Future appellieren an die Bundesregierung, vulnerable Gruppen besser vor Hitze zu schützen. Foto: © iStock.com / StockPlanets

Die Arbeitsgruppe Midwives for Future hat sich in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz, mehrere Bundesminister:innen sowie die Gesundheitsministerkonferenz gewandt. Darin fordert die Initiative konsequentere Maßnahmen zum Klima- und Hitzeschutz für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen und Neugeborene. Das Schreiben wurde am Dienstag, 25. August 2026, im Vorfeld der Klausurtagung des Bundeskabinetts versendet.

Zur Begründung verweist die Initiative auf ausgewertete Erfahrungsberichte von Hebammen aus den Hitzeperioden des Jahres 2026. Demnach hätten hohe Temperaturen unter anderem zu stärkeren gesundheitlichen Belastungen bei Schwangeren, Wöchnerinnen und Neugeborenen sowie zu Problemen in der geburtshilflichen Versorgung geführt. Berichtet wird zudem von überhitzten Kreißsälen und Wochenbettstationen sowie Belastungen für das Gesundheitspersonal.

Midwives for Future fordert unter anderem verbindliche Hitzeschutzpläne für die ambulante und stationäre geburtshilfliche Versorgung, mehr Forschung zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen und Kinder sowie eine konsequente Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Der Redaktion liegt das Schreiben vor.

Quelle: Midwives for Future, Offener Brief an die Bundesregierung und die Gesundheitsministerkonferenz, 27.8.2026 · DHZ