Viele Frauen entscheiden sich gegen weitere Kinder, weil sie wirtschaftliche Unsicherheit erleben und berufliche Nachteile befürchten. Foto: © Maria Sbytova/adobe.stock.com
In Italien sind 2025 so wenige Kinder geboren worden wie nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes sank die Zahl der Geburten auf 355.000 und lag damit 3,9 % unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau beträgt aktuell 1,14.
Die niedrige Geburtenrate zählt seit Jahren zu den zentralen demografischen Herausforderungen des Landes. Zum Vergleich: Im geburtenstärksten Nachkriegsjahr 1964 wurden in Italien mehr als eine Million Kinder geboren, bei durchschnittlich 2,7 Kindern je Frau. Auch im europäischen Vergleich gehört Italien zu den Ländern mit besonders niedrigen Geburtenraten.
Wirtschaftliche, berufliche und soziale Hürden
Eine aktuelle Studie verweist auf wirtschaftliche, berufliche und soziale Hürden als wesentliche Gründe gegen weitere Kinder. Fast die Hälfte der befragten Frauen gab an, im Falle einer Schwangerschaft negative Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung zu befürchten.
Während die Geburtenzahlen weiter zurückgehen, altert die Bevölkerung zunehmend. Die Einwohnerzahl Italiens blieb zuletzt vor allem aufgrund von Zuwanderung weitgehend stabil.
Quelle: dpa, 28.7.2026 · DHZ
