Die Plazenta entwickelt sich parallel zum Feten und ist in der Regel zu 98–99 % identisch mit ihm. In 1–2 % liegt allerdings eine Diskrepanz vor, das heißt sie sind genetisch ungleich: ein sogenanntes Mosaik. Ein Mosaik kann nur die Plazenta (plazentares Mosaik) oder nur den Fetus (fetales Mosaik) oder beide betreffen. Es ist also möglich, dass nur in einem Teil der Zellen der Plazenta eine Trisomie vorliegt und beim Feten nicht. Es kann eventuell auch nur das fetale Blut betroffen sein. Und in verschiedenen Varianten kann ein Nebeneinander von chromosomal normalen und veränderten Zellen vorliegen. Hier ist eine gute Beratung enorm wichtig. Illustration: © Birgit Heimbach
Immer häufiger haben Ärzt:innen, Hebammen und Berater:innen in unterschiedlicher Weise mit den Nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) als Teil der Schwangerenvorsorge zu tun. Fachgerechte Information, empathische Aufklärung und ergebnisoffene Entscheidungshilfen zu geben, verlangt den Fachkräften viel ab.
Schwangere brauchen mehr als Faktenvermittlung, um eine selbstbestimmte Entscheidung darüber treffen zu können, ob sie Nicht-invasive Pränataltests (NIPT) machen lassen möchten oder nicht. Sie brauchen vertrauenswürdige Gesprächspartner:innen, die sie ergebnisoffen aufklären und bei denen sie ihre Ängste ansprechen können. Die Berater:innen sollten ihre Besorgnis aber nicht vergrößern, sondern das Für und Wider unvoreingenommen beleuchten.
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