Vor allem für Frühgeborene ist genügend Muttermilch essenziell, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Foto: © Donald Joski/stock.adobe.com

Muttermilch ist für Säuglinge die beste Ernährung. Doch besonders nach einer Frühgeburt setzt die Milchbildung häufig verzögert ein. Um die Versorgung der Kinder in dieser Zeit sicherzustellen, hat die Neonatologie der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen eine Frauenmilchbank eröffnet.

»Unser Ziel war es, möglichst vielen Frühgeborenen von Geburt an die bestmögliche Nahrungsversorgung zu bieten«, sagt Prof. Dr. Heiko Reutter, Leiter der Neonatologie.

Die Frauenmilchbank unterliegt strengen Hygiene- und Qualitätsstandards. Vor einer Spende werden Mütter medizinisch befragt und auf bestimmte Infektionen getestet. Die Milch wird anschließend pasteurisiert, mikrobiologisch kontrolliert und tiefgekühlt gelagert.

Als Spenderinnen kommen derzeit ausschließlich Mütter infrage, deren Kinder in der Neonatologie des Uniklinikums Erlangen behandelt werden. Externe Spenden können aktuell nicht angenommen werden. »Die Voraussetzung ist immer, dass ausreichend Muttermilch für das eigene Kind vorhanden ist«, so Ramona Bantke, Pflegedienstleitung. »Viele Mütter freuen sich, mit ihrer Milchspende andere Frauen und ihre Babys unterstützen zu können.«

 

Quelle: Uniklinikum Erlangen, 22.6.2026 · DHZ