Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Hebammenversorgung in Sachsen wurde Ende Mai in der Staatskanzlei in Dresden getan. Vertreterinnen des Sächsischen Hebammenverbandes (SHV) und der JuWeHen, darunter die JuWeHen-Vertreterin Milla Woschni und beide Vorsitzenden des SHV, trafen sich zu einem konstruktiven Austausch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Staatsministerin Petra Köpping und Marko Jaksch vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS).
Im Mittelpunkt des Treffens standen zentrale Themen, die die Hebammenlandschaft in Sachsen maßgeblich beschäftigen:
- Zukunft der Hebammenversorgung in Sachsen: Ein umfassender Blick auf die aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten, um die Versorgungssicherheit für Schwangere, Gebärende und junge Familien im gesamten Freistaat zu gewährleisten.
- Das Belegsystem: Die Bedeutung und die Perspektiven des Beleghebammensystems wurden intensiv diskutiert.
- »Hebamme vor Ort«: Es wurden Ansätze besprochen, wie das Konzept der »Hebamme vor Ort« auch in Sachsen etabliert und ausgebaut werden kann, um eine noch bessere Betreuung der werdenden Eltern zu ermöglichen.
- Ausbau des Bachelorangebots für altrechtlich ausgebildete Hebammen: Ein entscheidender Punkt war die Schaffung und Erweiterung von akademischen Weiterbildungsmöglichkeiten für erfahrene Hebammen, die ihre Ausbildung noch nach altem Recht absolviert haben, um ihnen den Erwerb eines Bachelorabschlusses zu ermöglichen und die Akademisierung des Berufsfeldes voranzutreiben.
Der Sächsische Hebammenverband bedankte sich bei Ministerpräsident Kretschmer, Staatsministerin Köpping und Herrn Jaksch für den offenen und zielführenden Dialog. Die konstruktive Atmosphäre des Treffens lasse auf positive nächste Schritte hoffen. Der Verband werde sich weiterhin mit großem Engagement für die Belange der Hebammen in Sachsen einsetzen, um eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Hebammenversorgung sicherzustellen, heißt es aus dem SHV.
Der Verband informiert auch über die weiteren Entwicklungen.
Quelle: Sächsischer Hebammenverband e.V., 28.5.2025 · DHZ
