Die Gesellschaft für Endokrinologie warnt vor Schadstoffen in Kinderspielzeug, die das Hormonsystem beeinflussen können. Foto: © Katrin_Primak/stock.adobe.com/ KI generiert

Bei Babys werden Spielsachen gerne erst mal gründlich abgelutscht und angeknabbert. Das mache die Kleinen besonders anfällig dafür, gefährliche Schadstoffe aufzunehmen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Beim Geschenkekauf solle auf hochwertige, geprüfte Produkte geachtet werden.

»Viele beliebte Produkte – von Plastikspielzeug über Kuscheltiere bis zu elektronischen Geräten – können Stoffe enthalten, die das Hormonsystem beeinflussen«, erklärte die DGE. Das Angebot an Billigartikeln, die ohne strenge Kontrollen in den Handel gelangten, steige.

Körperfremde Substanzen oder Mischungen von Substanzen, die die Funktion von Hormonen beeinflussen, werden endokrine Disruptoren genannt. Dazu zählen etwa Phthalate, Bisphenole, bromierte Flammschutzmittel, per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), aufgrund ihrer Langlebigkeit auch als »Ewigkeitschemikalien« bezeichnet, Schwermetalle und Pestizid-Rückstände, wie die DGE erklärt.

Die Stoffe können Wachstum, Stoffwechsel, Entwicklung und Fruchtbarkeit beeinflussen, warnte die DGE. Mögliche Quellen gebe es im Kinderalltag viele: Spielzeug aus Kunststoff, Babyartikel, Schaumstoffwaren wie Spielmatten oder Sitzwürfel, elektronisches Spielzeug, Kleidung, Decken und andere textile Produkte zum Beispiel.

Neben dem Kauf geprüfter Produkte nennt die DGE als Vorsichtsmaßnahmen, aufdringlich riechende Waren zu meiden, alte Kunststoffartikel nicht weiterzugeben und neue Spielzeuge vor dem ersten Gebrauch möglichst zu waschen oder auszulüften.

Quelle: dpa, 2.12.25 · DHZ