Wenn Schwangere zu viel oder zu wenig an Gewicht zunehmen, sind damit unterschiedliche Risiken verbunden. Foto: © Rattanachat/stock.adobe.com

Ein australisches Forschungsteam hat 40 Studien aus den Jahren 2009 bis 2024 ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass weltweit viele Schwangere entweder zu viel oder zu wenig Gewicht zunehmen. Das gehe »mit klar nachweisbaren Risiken für Mutter und Neugeborenes einher«.

Insgesamt wurden die Daten von 1,6 Millionen Frauen analysiert. Primäre Endpunkte waren Kaiserschnitt, hypertensive Schwangerschaftserkrankungen, Frühgeburt, Geburtsgewicht, Makrosomie, Aufnahme auf die neonatale Intensivstation, respiratorische Probleme, Gestationsdiabetes und andere.

Der Body-Mass-Index (BMI) und die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft wurde nach den evidenzbasierten Empfehlungen der National Academy of Medicine bewertet. Demnach hatten 6 % der Frauen bei der Eingangserfassung Untergewicht, 53 % Normalgewicht, 19 % Übergewicht und 22 % Adipositas.

Steigende Risiken

Bei 23 % der Frauen lag die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft unter den Empfehlungen, bei 45 % Frauen lag sie darüber. Nahmen die Schwangeren zu wenig zu, stiegen die Risiken für ein niedrigeres Geburtsgewicht des Kindes und für eine Frühgeburt. Die Risiken für Kaiserschnitt und Makrosomie sanken dagegen.

Zu viel Gewichtszunahme stand im Zusammenhang mit einem erhöhten Geburtsgewicht, höheren Risiken für Kaiserschnitt, hypertensive Schwangerschaftserkrankungen, Makrosomie und Aufnahme auf die Intensivstation.

Quelle: Goldstein, R.F., Khomami, M.B., Tay, C.T., Sethi, P. (2025). Gestational weight gain and risk of adverse maternal and neonatal outcomes in observational data from 1.6 million women: systematic review and meta-analysis. BMJ 2025;391:e085710. https://doi.org/10.1136/bmj-2025-085710 · Deutsches Ärzteblatt, 12.12.2025/DHZ