Bayern fördert drei Forschungsprojekte zum Bereich »Frauengesundheit und KI« mit insgesamt rund neun Millionen Euro. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach anlässlich eines Staatsempfangs im Neuen Schloss Schleißheim zum Abschluss des Schwerpunktthemas »Frauen – sichtbar & gesund« hingewiesen. Gerlach sagte: »Um die Forschung auf diesem wichtigen Gebiet zu unterstützen, hatten wir einen Förderaufruf gestartet. Aus mehr als 35 Projektanträgen wurden drei besonders überzeugende Vorhaben ausgewählt. Sie verbessern Präventionsmaßnahmen für Frauen sowie die medizinische und pflegerische Versorgung von Frauen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.«
Bei den drei Projekten handelt es sich um »DENSE-BAVARIA« des Radiologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen, »EndoKI« des Konsortiums aus Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universitätsklinikum Erlangen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg und TU München und »GO-TWIN« des Zusammenschlusses von TUM Klinikum, TU München und Uni Regensburg.
»DENSE-BAVARIA« widmet sich der Früherkennung von Brustkrebs und Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislauf-Systems. Mittels KI könne künftig bei MRTs auf die Einnahme von Kontrastmitteln mit eventuellen Nebenwirkungen verzichtet werden. Das Projekt »EndoKI« wurde zur besseren Diagnose und Versorgung von Frauen mit Endometriose sowie zum Aufbau einer Endometriose-Datenbank entwickelt . Ein KI-gestützter Ultraschall soll dazu eine individualisierte Bildgebung und Therapie möglich machen. Durch »GO-TWIN« soll mithilfe einer KI die Ausdehnung von Tumoren bei Eierstockkrebs und deren chirurgische Entfernbarkeit genauer vorhergesagt und ermöglicht werden können.
Die Ministerin fügte hinzu: »Frauengesundheit ist ein Thema mit vielen Facetten, weit über Schwangerschaft und Geburt hinaus. Es betrifft alle Lebensphasen und umfasst die körperliche und psychische Gesundheit, chronische Erkrankungen ebenso wie psychische Belastungen.« Zudem betonte Gerlach, dass das Ende dieses Themenjahres kein Schlusspunkt sei. »Vielmehr ist es ein Startsignal: Denn die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben, werden in unsere Gesundheitspolitik einfließen. Frauengesundheit wird dauerhaft einen festen Platz in der bayerischen Politik haben.«
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, 26.6.2025 · DHZ
