In Berlin ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche 2025 erneut leicht gestiegen, während sie in Brandenburg weiter zurückging. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin‑Brandenburg ließen 9.720 Frauen in der Hauptstadt einen Schwangerschaftsabbruch durchführen. Das waren 0,3 % mehr als im Vorjahr. Bereits 2024 war ein Anstieg um rund 4 % verzeichnet worden.

Die meisten Schwangerschaftsabbrüche wurden bei Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren vorgenommen. In Berlin gehörte fast jede zweite Betroffene dieser Altersgruppe an. Knapp 20 % der Frauen waren zwischen 35 und 40 Jahren alt. Zwei Drittel waren zum Zeitpunkt des Eingriffs ledig.

Rückgang in Brandenburg

In Brandenburg ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 2 % auf 3.175 zurück. Bereits 2024 war ein Rückgang um 3 % registriert worden. Die größte Gruppe der Betroffenen stellten auch hier Frauen zwischen 25 und 35 Jahren, allerdings zeigte sich insgesamt eine breitere Altersverteilung als in Berlin.

In Berlin wurden die Schwangerschaftsabbrüche nahezu ausschließlich in gynäkologischen Praxen oder OP‑Zentren durchgeführt. In Brandenburg erfolgte zwar ebenfalls die Mehrheit der Eingriffe in Praxen, rund ein Drittel wurde jedoch ambulant in Krankenhäusern vorgenommen.

Der überwiegende Teil der Schwangerschaftsabbrüche erfolgte auf Grundlage der Beratungsregelung. Diese ermöglicht einen straffreien Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen nach einer verpflichtenden Beratung. Weitere Ausnahmen gelten bei medizinischer Indikation oder nach einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

 

Quelle: dpa, 7.8.2026 · DHZ