Während der Schwangerschaft haben ein Viertel der Frauen mit einer Kardiomyopathie gleichzeitig eine Präeklampsie. Foto: © nenetus/stock.adobe.com
Eine Kardiomyopathie kann in allen Lebenslagen auftreten, so auch während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Bei dieser Erkrankung des Herzmuskels verändert sich die Struktur des Herzens, so dass die Pumpleistung nachlässt. Sie zählt somit zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen, die akut oder auch schleichend durch eine nachlassende Funktion der linken Herzkammer auftreten kann. Betroffene Frauen berichten über Atemnot, Müdigkeit, Leistungsschwäche, Schwindel oder Wassereinlagerungen.
Anhand einer aktuellen Übersichtsarbeit wurden zentrale Aspekte zum Themenkomplex der Kardiomyopathie während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett kürzlich in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht.
Frühe Diagnose entscheidend
Die Kardiomyopathie gilt als Hauptursache mütterlicher Sterblichkeit in vielen Ländern. Sie kann mit oder ohne eine vorausgehende auffällige Anamnese rund um die Geburt auftreten. Wird sie früh genug diagnostiziert, kann sie meist innerhalb eines halben Jahres ausheilen und sich auch anschließend weiter positiv entwickeln.
Am häufigsten tritt eine Kardiomyopathie in Ländern mit tropischem Klima auf. In Deutschland ist geschätzt eine Frau pro 1.500 Lebendgeburten betroffen, wohingegen sie in Nigeria bei einer Frau pro 102 Lebendgeburten auftritt. Man geht davon aus, dass die Dunkelziffer höher ist und auch abgewandelte Formen der Kardiomyopathie auftreten können.
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