Das Wort Jod bedeutet violett (griechisch: Ioeides). In dieser Farbe verdampft erwärmtes Jod. Das lebenswichtige Spurenelement kommt vor allem im Meer vor, in deutschen Böden kaum und somit zu wenig in Lebensmitteln. Die Schilddrüse, die wie ein Schild vor der Luftröhre liegt, benötigt es aber für die Bildung der Hormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese steuern Hirnentwicklung und zellulären Stoffwechsel. Wenn Mütter ihre Babys stillen, sollten sie sich ausreichend mit Jod versorgt haben, damit genug (100 µg/L) in ihrer Milch ist. Intelligenz und Körperwachstum der Kinder werden profitieren. Illustration: © Birgit Heimbach

Seit Jahren sinkt die Jodversorgung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr während der Schwangerschaft ist allgemein anerkannt. Doch die Rolle von Jod in der Muttermilch zur Vorbeugung von Schilddrüsenerkrankungen bei Säuglingen hat erst in jüngster Zeit wissenschaftliche Aufmerksamkeit wiedererlangt. Hebammen sollten Schwangere und Stillende auf eine ausreichende Supplementierung hinweisen.

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