In diesem Kreißsaal des Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg wird künftig kein Kind geboren werden. Foto: © Immanuel Albertinen Diakonie, André Köhn

Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg wird seine Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zum 1. Oktober 2026 schließen. Als Gründe nennt das Krankenhaus sinkende Geburtenzahlen, den anhaltenden Fachkräftemangel sowie die wirtschaftlichen und strukturellen Anforderungen durch die Krankenhausreform und das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz.

Bis Ende Juni 2026 wurden am Standort 183 Kinder geboren. Nach Angaben des Klinikums konnten offene Stellen trotz intensiver Bemühungen nicht nachbesetzt werden. Die Klinikleitung sieht deshalb keine langfristige Perspektive für den Erhalt der Geburtshilfe.

»Gerade als diakonisches Haus ist uns die einfühlsame Begleitung der Geburt für einen guten Start in das Leben immer ein besonderes Anliegen gewesen. Gegen die veränderten Rahmenbedingungen kommen wir nun aber nicht mehr anֿ«, erklärte Geschäftsführerin Verena Plocher.

Die geburtshilfliche Versorgung soll künftig durch die Kliniken in Rüdersdorf, Berlin‑Buch, Oranienburg und Eberswalde übernommen werden. Die gynäkologische Praxis des Immanuel MVZ Klosterfelde bleibt bestehen; dort sollen Schwangere weiterhin durch ein frauenärztliches Team und eine Hebamme begleitet werden.

Das Immanuel Klinikum Bernau kündigte an, seine Schwerpunkte künftig insbesondere in der Kardiologie, Herz‑ und Gefäßchirurgie sowie in der Inneren Medizin weiter auszubauen.

Quelle: Immanuel Albertinen Diakonie gGmbH, 10.8.2026 · DHZ