Im Gemeindeamt Bannewitz trafen am 24. November wichtige Akteur:innen aus Politik, Gesundheitswesen und Hebammenverbänden zusammen, um das zukunftsweisende Projekt »Hebamme vor Ort« entscheidend voranzubringen.
Ziel ist es, die geburtshilfliche Versorgung in Sachsen sicherer aufzustellen: Hebammen werden künftig gezielt den Rettungsdienst unterstützen – damit werdende Eltern auch in Zeiten von Klinikschließungen bestmöglich versorgt und begleitet werden. Die nötigen technischen und administrativen Grundlagen sind bereits gelegt, nun gilt es, die rechtliche Absicherung abschließend zu klären. Alle Beteiligten sind sich einig: Dieses Projekt setzt ein positives Zeichen für Sicherheit und Verlässlichkeit in der Geburtshilfe!
Dieses wichtige Projekt soll schnellstmöglich in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen, Görlitz sowie in der Landeshauptstadt Dresden an den Start gebracht werden. Die technischen und administrativen Voraussetzungen sind bereits zum größten Teil geschaffen. Die letzte noch zu nehmende Hürde ist die juristische Klärung der Ehrenamtsverträge. Diese sind notwendig, um die Hebammen bei ihren Einsätzen im Rettungsdienst umfassend abzusichern. Alle Beteiligten sind sehr zuversichtlich, diese letzte Klärung zeitnah herbeizuführen und mit dem Projekt starten zu können.
Die weiteren Schritte für den Projektstart werden in den kommenden Wochen definiert und kommuniziert, um eine tragfähige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Hebammen und den Rettungsdiensten sicherzustellen. Für die Alarmierung der Hebammen, soll die bereits erfolgreich im Rahmen von Einsätzen bei Reanimationen genutzte App »Region der Lebensretter« genutzt und die Geburtshilfe entsprechend implementiert werden.
Gastgeber und Impulsgeber des Treffens war Bürgermeister Heiko Wersig. Als Vertreter des Landratsamtes Sächsische Schweiz – Osterzgebirge (SOE) nahm Herr Mirko Göhler teil. Die Initiatoren des Projekts für die Modellregion SOE Philipp Hartig und die Hebamme Beatrice Hartig, sowie Herr Dr. Yacin Keller (Ärztlicher Leiter der Rettungsleitstelle Dresden) brachten ihre Expertise und Gedanken ein.
Ebenfalls beteiligt waren die Hebammen Denise Mouton-Mildner als Vertreterinnen des Hebammenkreisverbandes SOE und Frau Stephanie Hahn-Schaffarczyk für den sächsischen Hebammenverband, die wertvolle Impulse in die Diskussion einbrachten.
Quelle: Sächsischer Hebammenverband, 24.11.25 · DHZ
