In der süßlichen Muttermilch wirken viele Aromastoffe, etwa Oxidationsprodukte der Fettsäuren wie das blumig und zitrusartig riechende Nonanal der Ölsäure. Auch einige von Hormonen abgeleitete Substanzen wie der Schweißgeruchsstoff Androstenon verleihen der Milch ihr Aroma – ebenso Stoffe aus Gewürzen wie Vanillin, wenn die Mutter Vanillekipferl gegessen hat. Mamille und Warzenhof erscheinen fast wie die Blütenstände von Mutterkraut (Matricaria odorata) und Kamille (Matricaria chamomilla). Sie verströmen einen verlockenden Duft, der dem Säugling Identität, Zugehörigkeit und ein Gefühl von Heimat gibt. Illustration: © Birgit Heimbach
Locken Duftstoffe in der Milch ein Baby zur Mamille und erkennt es an einer individuellen Geruchs- und Geschmackssignatur die Milch seiner Mutter? Ändert sich das Aroma von Muttermilch im Laufe der Laktation und wird ein Säugling durch Aromen geprägt? Wissenschaftler:innen finden immer mehr heraus.
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