In Sachsen ist die Zahl der Kliniken mit geburtshilflicher Versorgung seit der Wiedervereinigung deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Kamenz verringerte sich die Zahl der Häuser mit Kreißsälen seit 1991 um 20 auf insgesamt 34 Einrichtungen – ein Rückgang um 37 %.
Auch die stationären Kapazitäten nehmen kontinuierlich ab: Die Zahl der Krankenhausbetten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe sank im gleichen Zeitraum um 73 %, von 4.488 Betten im Jahr 1991 auf 1.218 Betten im Jahr 2024.
Parallel dazu ist die Bettenauslastung zurückgegangen. 2024 waren 53,8 % der Betten belegt, 1991 waren es noch 63,8 %. Das Landesamt führt dies insbesondere auf verkürzte Verweildauern zurück. Zudem ist die Zahl der Geburten seit 1991 um rund ein Fünftel gesunken.
Die Erreichbarkeit geburtshilflicher Versorgung variiert regional deutlich: Während 83 % der Großstadtbewohner:innen innerhalb von 15 Minuten eine Klinik mit Geburtshilfe erreichen, gilt dies in ländlichen Regionen und Kleinstädten nur für etwa ein Drittel.
Quelle: dpa, 17.3.2026 · DHZ
