Bayern liegt bei Endometriose‑Diagnosen im bundesweiten Vergleich auf Rang fünf. Nach dem aktuellen Arztreport der Barmer wurden im Jahr 2024 rund 1.248 von 100.000 Frauen wegen der Erkrankung ärztlich behandelt – etwas mehr als im Bundesdurchschnitt von 1.212.

Die Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede: Während in Berlin die höchste Rate verzeichnet wurde, lag Thüringen am unteren Ende. Insgesamt wird Endometriose häufiger in städtischen Regionen diagnostiziert als in ländlichen Gebieten. Fachleute gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, da Beschwerden häufig als normale Menstruationsschmerzen fehlinterpretiert werden.

Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und ist oft mit chronischen Schmerzen und Beeinträchtigungen der Fertilität verbunden. Die Analyse basiert auf anonymisierten Abrechnungsdaten der Barmer und wurde auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.

Quelle: dpa, 1.6.2026 · DHZ