Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen reagiert Thüringen mit einem landesweiten Telemedizin-Netzwerk für die Geburtshilfe. In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Jena und dem Thüringer Gesundheitsministerium soll ein Netzwerk aufgebaut werden, das unter anderem eine telemedizinische Rufbereitschaft zwischen Geburtskliniken ermöglicht und die Weiterbildung von Geburtshelfer:innen koordiniert. Das Land fördert den Aufbau mit rund 1,4 Millionen Euro.
Mehrere Geburtskliniken geschlossen
Die sinkenden Geburtenzahlen stellen die geburtshilfliche Versorgung vor Herausforderungen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts sank die Zahl der Geburten in Thüringen 2025 auf rund 11.500 Neugeborene. Diese Entwicklung führt dazu, dass manche Kliniken nur noch wenige Geburten betreuen und in den vergangenen Jahren mehrere Geburtsstationen geschlossen wurden.
