»Bei dem durch Hebammen und Trageschulen sicherzustellenden richtigen Gebrauch bestehen gegen Tragehilfen keine medizinischen Bedenken.« Foto: © imagebroker/imago-images
Die evolutionäre Verhaltensforschung klassifiziert Menschenkinder als »Traglinge«. Dass Kinder viel getragen wurden, ergibt sich auch aus der ursprünglichen nomadischen Lebensweise, die über 99 % der menschlichen Stammesgeschichte geprägt hat. Tatsächlich ist der Säugling von seiner anatomischen Ausstattung her auf den Hüftsitz »vorbereitet« – noch heute ziehen Säuglinge unwillkürlich die Beinchen an, wenn sie hochgehoben werden, und bereiten so aktiv das Anhocken der Beinchen im Hüftsitz vor. Bis heute werden Säuglinge in der überwiegenden Mehrzahl der Kulturen von Erwachsenen oder älteren Kindern getragen. Beim Tragekonzept handelt es sich damit nicht um eine moderne Erfindung, sondern um ein in der menschlichen Stammesgeschichte verwurzeltes Verhalten (Hassenstein, 2007).
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