Gewaltspiralen zu erkennen und sensibel anzusprechen, ist in der vulnerablen Zeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett besonders wichtig. In dieser Zeit lauern Trigger, die Gewalt mitunter eskalieren lassen. Illustration: pix4U/stock.adobe.com
Nach der Geburt eines Kindes kann Partnerschaftsgewalt eskalieren oder erstmalig auftreten. Aufgrund der erhöhten Vulnerabilität und Isolation in dieser Zeit sind Hebammen wichtige Ansprechpartner:innen für Betroffene.
Partnerschaftsgewalt oder auch häusliche Gewalt ist in Deutschland weit verbreitet. Laut einer Studie von Ursula Müller und Monika Schröttle berichtet jede vierte Frau von mindestens einer Erfahrung mit körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren (Ex-)Partner (Schröttle & Müller, 2004). Die jüngsten Statistiken des Bundeskriminalamts zeigen, dass jede Stunde circa 14 Frauen bundesweit Opfer von Gewalt werden (BKA, 2023). Alle zwei bis drei Tage stirbt eine Frau durch Gewalt ihres (Ex-)Partners.
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