Abbildung: © Hebammenverband Niedersachsen e.V.

Mit einem ersten Netzwerktreffen am 28. Mai 2026 ist das Projekt »Bauchgefühl 3.0« gestartet. Es zielt darauf ab, die physiologische Geburt als Bestandteil einer sicheren und frauenzentrierten Geburtshilfe zu stärken und die interprofessionelle Zusammenarbeit im Nordwesten Niedersachsens auszubauen. Im Mittelpunkt stehen eine evidenzbasierte, interventionsarme Praxis sowie die Förderung der Selbstbestimmung von Schwangeren und Gebärenden. Darüber hinaus sollen regionale Kooperationen gestärkt, Übergänge in der Betreuung verbessert und die Versorgung von Schwangeren und Familien ganzheitlich unterstützt werden. Ein Baustein sind unabhängige Hebammensprechstunden, in denen Schwangere Beratung rund um die Geburt erhalten.

Initiiert wird das Projekt durch den Hebammenverband Niedersachsen e. V. gemeinsam mit mehreren Kliniken aus der Region. Beteiligt sind das Klinikum Oldenburg, das Evangelische Krankenhaus Oldenburg, das Delme-Klinikum Delmenhorst, die Ammerland Klinik, die Friesland Kliniken am Standort Varel sowie das Klinikum Wilhelmshaven. Gefördert wird das Vorhaben durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichberechtigung.

Das Projekt läuft bis zum 31. Dezember 2027 und soll die bestehenden Strukturen der geburtshilflichen Versorgung nachhaltig weiterentwickeln. Der Hebammenverband Niedersachsen e. V. knüpft damit an zwei Vorgängerprojekte an: In den Regionen Leer/Papenburg und Osnabrück wurden bereits geburtshilfliche Teams vernetzt und die physiologische Geburt gefördert. Mit »Bauchgefühl 3.0« wird nun eine größere Region einbezogen, um darauf aufbauend modellhaft ein tragfähiges Versorgungsnetzwerk zu entwickeln.

Quelle: Hebammenverband Niedersachsen, 4.6.2026· DHZ