Dass Haut-zu-Haut-Kontakt zu weit mehr als der Bindung beiträgt, fasst das diesjährige Gewinnerposter des 6. DHZCongresses zusammen. Poster: © Laura Albertz (Das Poster steht als Download zu Verfügung)
Die WHO empfiehlt die Unterstützung des Stillbeginns innerhalb der ersten halben Stunde postnatal. Der Gemeinsame Bundesauschuss schreibt in seiner Richtlinie über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern die Durchführung der U1 innerhalb genau dieser ersten 30 Minuten nach Geburt eines Kindes vor. Gleichzeitig ist nachgewiesen, dass die ersten zwei Lebensstunden eines Neugeborenen eine kritische und irreversible Phase im Ankommen in der Außenwelt für das Neugeborene sind. Im Haut-zu-Haut-Kontakt durchlaufen Neugeborene in dieser Phase neun physiologische Phasen der postnatalen Adaptation: Geburtsschrei, Entspannung, Erwachen, Aktivität, Erholung, Robben zur mütterlichen Brust, sich mit der Brust vertraut machen, Saugen und schlussendlich Schlafen. Durchschnittlich benötigen sie für diesen Zyklus 1,5 bis 2 Stunden (Widström et al., 2019 a). Werden Neugeborene im Ablauf dieser Phasen durch zum Beispiel die Erhebung von Maßen und Gewicht oder die Durchführung der U1 unterbrochen, beginnen sie den Adaptationszyklus von vorn. Zwei Stunden postnatal fallen Neugeborene jedoch aufgrund ihres sinkenden Katecholaminspiegels in einen tiefen Schlaf (Karimi et al., 2019 b) – unabhängig
Jetzt weiterlesen mit DHZ+
1,- Euro für 4 Wochen
- freier Zugriff auf alle DHZ+-Artikel auf staudeverlag.de/dhz
- inkl. aller ePaper-Ausgaben der DHZ und der Elterninfos
- Zugriff auf das DHZ-Archiv auf dhz.de
- jederzeit kündbar
