Anfang April hat in Eberswalde Brandenburgs zweite Kinderschutzambulanz ihre Arbeit aufgenommen. Angesiedelt am GLG Werner Forßmann Klinikum ergänzt sie die bereits bestehende Einrichtung in Potsdam und stärkt damit die medizinische Infrastruktur im Kinderschutz im Nordosten des Landes.
Die Ambulanz bietet spezialisierte medizinische Diagnostik und Begutachtung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Ziel ist es, Ärzt:innen eine geschützte und fachlich abgesicherte Abklärung möglicher Gewalt gegen Kinder zu ermöglichen. Träger der Einrichtung ist das Klinikum in Kooperation mit umliegenden Landkreisen. »Wir schließen damit eine Lücke an der Schnittstelle von Medizin und Jugendhilfe«, heißt es seitens des Krankenhauses.
Bei Verdachtsfällen können Jugendämter Kinder zur qualifizierten Einschätzung in die Kinderschutzambulanz überweisen. Landesweit ist der weitere Ausbau solcher spezialisierten Strukturen vorgesehen, um den Kinderschutz flächendeckend zu stärken.
Quelle: dpa, 28.4.2026 · DHZ
