Hexadaktylie am linken Fuß Fotos: © privat

Hexadaktylie am rechten Fuß

Wenn ein Baby mit zu vielen Fingern oder Zehen geboren wird, ist das vielleicht ein kleiner Schreck, jedoch in der Regel harmlos. Schon vor Jahrhunderten gab es Dokumentationen über Kinder mit Polydaktylie. Was genau versteht man darunter und was bedeutet es für die betroffenen Familien?

Hinweise auf die Existenz von Menschen mit Polydaktylie – also einer höheren Zahl an Fingern und/oder Zehen als üblich – sind auf historischen Darstellungen in vielen Teilen der Welt zu finden. Felsbilder indigener Völker, die zwischen 600 und 1.280 n. Chr. im Nordwesten Amerikas entstanden, zeigen eine Vielzahl gemalter Fußabdrücke mit sechs Zehen und einige Handabdrücke mit sechs Fingern (Hirthler & Hutchison, 2012). Auch in Südamerika, an der Küste der chilenischen Atacama-Wüste, wurden Felsbilder von Händen und Füßen mit sechs Fingern oder Zehen gefunden, die vor 550 bis 3.000 Jahren entstanden, sowie Überreste zweier Menschen mit Polydaktylie, die vor 3.000 bis 9.000 Jahren lebten (Standen et al., 2018). Bei Ausgrabungen im afrikanischen Sambia wurden menschliche Überreste einer Person mit Polydaktylie gefunden und auf 1100 bis 1500 n. Chr. datiert (Murphy, 1999).

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