Der hebammengeleitete Kreißsaal am St. Marienstift wurde feierlich mit dem Zertifikat »HKS+« ausgezeichnet. Foto: © Carola Schuller

Der hebammengeleitete Kreißsaal am Krankenhaus St. Marienstift in Magdeburg ist mit dem Zertifikat »HKS+« ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung bestätigt hohe Qualitäts und Sicherheitsstandards in der interventionsarmen, hebammengeleiteten Versorgung und zählt bundesweit bislang zu den selten vergebenen Zertifizierungen.

Das Zertifikat wird vom Deutschen Hebammenverband in Kooperation mit der GRB Gesellschaft für Risiko Beratung vergeben und ist auf drei Jahre befristet. Grundlage ist ein umfassendes Auditverfahren, dem sich das interprofessionelle Team bereits im Februar unterzogen hatte.

»Der hebammengeleitete Kreißsaal steht für eine qualitativ hochwertige und zugleich einfühlsame Betreuung von Frauen rund um Schwangerschaft und Geburt. Die Auszeichnung zeigt, wie medizinische Sicherheit und individuelle Begleitung auf hohem Niveau miteinander verbunden werden«, erklärte Geschäftsführer Johannes Brumm.

Ein besonderer Anlass für die Zertifikatsübergabe ist das Jubiläum des Hebammenkreißsaals: Genau vor drei Jahren, am 5. Mai 2023, wurde dieser durch ein erfahrenes Hebammen-Team eröffnet. Der Jahrestag fällt zudem mit dem internationalen Welthebammentag zusammen.

»Wir sind sehr stolz. Die Zertifizierung hat uns dazu gebracht, Prozesse und Abläufe in der Geburtshilfe zu überdenken und weiter zu verbessern. Wichtig dabei war, das Team auf diesem Weg mitzunehmen, es zu stärken und einen klaren Leitfaden zu geben. Das HKS+ Zertifikat ist ein Qualitätssiegel, das nicht nur unserem Team, sondern vor allem den Frauen Sicherheit und Vertrauen gibt«, so die Teamleiterin Geburtshilfe, Melanie Hennig.

Seit seiner Eröffnung wurden im Magdeburger Hebammenkreißsaal mehr als 100 Kinder geboren. Das Angebot gilt als etabliertes Modell für eine Patient:innen orientierte und qualitätsgesicherte geburtshilfliche Versorgung.

Quelle: Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg, 5.5.2026 · DHZ