Ciris Gonçalves von Strasser (r.) und Prof. Katja-Scholz-Bürig Foto: © HAWK

»Die Einbeziehung von Genderaspekten in das Design und die Planung von Forschungsvorhaben erhöht das Erkenntnis- und Innovationspotential«, betonte die hauptberufliche Gleichstellungsbeauftragte der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in Hildesheim bei der diesjährigen Verleihung des Preises für Genderforschung. Genderforschung sei innovativ, weil sie neue Perspektiven auf Problemlagen eröffne und bisherige Tradierungen und Strukturen, die Wissenschaft bedingen, in Frage stelle, so Hille.

Insgesamt vergab das Gleichstellungsbüro fünf Preise für richtungsweisendes Engagement in der Genderforschung. Der Preis in der Kategorie Bachelor/Master-Arbeit ging an die Studierende der Hebammenwissenschaften Ciris Gonçalves von Strasser.

Kategorie Bachelor/Master-Arbeit

»Sie haben die Geschlechterforschung im Gesundheits- und Ausbildungsbereich auf ein beeindruckend hohes Niveau geführt«, lobte Prof. Katja Scholz-Bürig die Preisträgerin Ciris Gonçalves von Strasser. Für ihre Abschlussarbeit an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit in Göttingen »Becoming a Midwife – Navigating Power, Violence, and Transition in Midwifery Education: A Scoping Review« konnte sie nicht nur ihr Abschlusszeugnis des Bachelorstudienganges Hebammenwissenschaft in den Händen halten, sondern erhielt jetzt auch als Nachwuchswissenschaftlerin den Preis der Genderforschung der HAWK. »Die Preisträgerin untersuchte mit großer Klarheit und Engagement, wie Geschlechterhierarchien in der Hebammenausbildung entstehen und weiterwirken. Dabei wird deutlich, wie eng Körper, Profession und Geschlecht in der Geburtshilfe miteinander verflochten sind. Diese Zusammenhänge sind von großer Bedeutung«, so die Jury. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

Quelle: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, 2.12.2025 · DHZ