Wickel und Auflagen können mit Hilfe von Naturtextilien hautverträglich angewandt werden. Der klassische feucht-kalte Wickel wird in der Regel dreilagig angelegt – hier vorbereitet von Natalie Stadelmann. Foto: © Stefan Köberle

Von Venenbeschwerden über Wehenschmerz bis zum Milchstau: Für Wickel und Auflagen gibt es in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit viele Anwendungsgebiete.

Die Grundlagen und Methoden, Indikationen und Wirkungsweisen wurden beschrieben im Beitrag »Hydrotherapie, Wickel und Auflagen: Wasserkraft« (DHZ, 10/2025, Seite 52ff.). Nun geht es um konkrete Anwendungen in der alltäglichen Hebammenarbeit.

Schwangerschaft

Hypotone Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen

Feucht-kalte wärmeentziehende (=anregende) Pulswickel, gegebenenfalls mit Zusatz von 1–2 Tropfen Lavendelöl (Lavandula angustifolia) oder 2–3 Tropfen »Lavendel 10 % (in Jojobawachs)« oder Aromamischungen aus dem Handel. Hervorragend geeignet sind auch kühle Hydrolate, etwa Lavendelhydrolat, Pfefferminzhydrolat oder Rosmarinhydrolat.

Dauer: 10–15 Minuten

Innere Unruhe, Schlafstörungen

Feucht-kalte wärmeerzeugende (= beruhigende) Pulswickel, gegebenenfalls mit Zusatz von 1–2 Tropfen Lavendelöl (Lavandula angustifolia) oder 2–3 Tropfen »Lavendel 10 % (in Jojobawachs)«, oder kühle Hydrolate (alkoholfrei), zum Beispiel Nerolihydrolat, Lavendelhydrolat oder Rosenhydrolat.

Dauer: circa 30 Minuten bzw. solange angenehm

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