Bildunterschrift: Der Freistaat Bayern und der Landkreis Rhön-Grabfeld unterstützen weiterhin die Geburtshilfe am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. Foto: © Christiane Kiesel
Die Geburtshilfe am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt bleibt erhalten. Ermöglicht wird dies durch Fördermittel des Freistaats Bayern und des Landkreises Rhön-Grabfeld. Für das Defizit 2024 fließen rückwirkend mehr als eine Million Euro. Davon stammen rund 947.000 € aus dem Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Der Landkreis beteiligt sich mit rund 167.000 €.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach erklärte, man unterstütze den Landkreis im Rahmen des »Zukunftsprogramms Geburtshilfe« gerne, um die Sicherung einer wohnortnahen geburtshilflichen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, gewährleisten zu können. Zu diesem Zweck seien in Bayern seit 2019 bereits über 130 Millionen Euro bewilligt worden.
Geburtshilfliche Versorgung unter wirtschaftlichem Druck
Hohe Kosten bei zugleich sinkender Wirtschaftlichkeit belasten insbesondere kleinere geburtshilfliche Standorte. Der Kreistag beschloss, das Defizit 2024 anteilig über das staatliche Förderprogramm mit auszugleichen. Die Bedeutung des Standorts zeigen die Zahlen: 2024 wurden 427 Geburten betreut, 2025 453 Geburten.
Unterstützung für Hebammen
Auch freiberuflich tätige Hebammen werden vom Bundesland gefördert. Im Jahr 2025 flossen rund 16.000 € in die Unterstützung ihrer Arbeit. Landrätin Sonja Rahm betonte, eine verlässliche Geburtshilfe sei Teil der Daseinsvorsorge, wohnortnahe Angebote seien für Familien essenziell.
Quelle: Landkreis Röhn-Grabfeld, 3.6.2026・DHZ

